Campbeltowns stiller Kämpfer
1832 gegründet von Stewart, Galbraith & Co., gehört Glen Scotia zu den wenigen Überlebenden einer Ära, in der Campbeltown als „Whisky-Hauptstadt der Welt“ galt. Damals drängten sich über 30 Brennereien an der windumtosten Küste der Halbinsel Kintyre – heute sind es nur noch drei. Glen Scotia konnte trotz häufiger Stilllegungen und Besitzerwechsel über fast zwei Jahrhunderte hinweg ihre Identität bewahren.
Lagerhäuser mit Meerblick
Die Nähe zum Hafen prägt den Whisky bis heute: Die Reifung in Lagerhäusern, nur wenige Meter vom Meer entfernt, sorgt für den charakteristischen maritimen Einfluss. Salzige Brisen, wechselhafte Temperaturen und das besondere Küstenklima verleihen den Malts Tiefe und eine unverkennbare Frische.
Vielfalt im Stil
Unter der Leitung von Brennmeister Iain McAlister entstehen sowohl ungetorfte Whiskys mit weicher, fruchtiger Eleganz als auch getorfte Varianten mit einer ausgewogenen Rauchigkeit. Diese Bandbreite macht Glen Scotia zu einer Brennerei, die den traditionellen Campbeltown-Stil modern interpretiert, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen.
Neuer Glanz seit 2014
Mit der Übernahme durch die Loch Lomond Group begann ein neues Kapitel: Investitionen in Produktion, Ausstattung und Markenauftritt haben Glen Scotia zu einer festen Größe im Single-Malt-Segment gemacht. Heute gilt sie als Geheimtipp für Kenner – ein authentischer Vertreter ihrer Region, der zeigt, dass große Whiskys oft aus den kleinen, unbeirrbaren Häusern kommen.
Mehr Informationen zu Glen Scotia: www.glenscotia.com