Irlands unabhängige Erfolgsgeschichte
Die Cooley Distillery wurde 1987 von John J. Teeling gegründet – und zwar nicht etwa auf der „grünen Wiese“, sondern in einer ehemaligen Kartoffelschnaps-Brennerei im nordirischen Dundalk (County Louth). Teeling hatte zuvor vergeblich versucht, in den Übernahmekampf um die Irish Distillers Group einzusteigen. Statt aufzugeben, entschied er sich für den Alleingang: Er kaufte die staatliche Fabrik auf und verwandelte sie in eine moderne Whiskey-Brennerei.
Pionierrolle in der irischen Whiskey-Szene
Zu einer Zeit, als die irische Whiskeylandschaft von wenigen großen Produzenten geprägt war, setzte Cooley auf Innovation und Unabhängigkeit. Marken wie Tyrconnell, Locke’s oder Connemara gaben der Brennerei früh ein klares Profil. Damit war Cooley maßgeblich daran beteiligt, dass irischer Whiskey in den 1990er- und 2000er-Jahren international wieder an Bedeutung gewann.
Technik & Kapazitäten
Die Brennerei arbeitet nach einem für Irland ungewöhnlichen Prinzip: Malt Whiskey wird hier nach schottischem Vorbild nur zweifach destilliert. Damit hebt sich Cooley deutlich von den sonst üblichen dreifach gebrannten Iren ab. Für die Produktion stehen vier Edelstahl-Washbacks und zwei klassische Kupferbrennblasen bereit, die eine Kapazität von rund 650.000 Litern Malt Spirit pro Jahr ermöglichen.
Beim Grain Whiskey setzt Cooley dagegen auf kontinuierliche Destillation. Sechs Edelstahl-Washbacks und eine dreisäulige Continuous Still erzeugen jährlich bis zu 2,6 Millionen Liter reinen Getreide-Alkohols. Das Wasser stammt aus dem Fluss Slieve na gCloc, der in den nahegelegenen Cooley Mountains entspringt – eine weitere klare Verankerung in der Region.
Lagerung und Reifung
Die Grain-Whiskeys lagern zunächst in modernen Hochregallagern direkt in Dundalk. Malt-Whiskeys sowie länger gereifte Grain-Destillate werden in die traditionellen Lagerhäuser der Kilbeggan Distillery überführt. So verbindet Cooley moderne Infrastruktur mit klassischer Reifungskultur.
Markenvielfalt
Drei Linien prägen das Portfolio: